Dokumentation
Ausstellungstitel und Ergebnisse prüfen
Ein belastbarer Ergebnisnachweis verbindet Hundekennung, Veranstaltung, Datum, Klasse, Richter, Bewertung und die spätere Bestätigung durch den zuständigen Verband.

Primärunterlagen zusammenführen
- Katalog oder Meldebestätigung mit eindeutiger Identität
- Richterbericht, Bewertungsbogen oder veröffentlichte Ergebnisliste
- Anwartschafts- oder Titelbestätigung der zuständigen Organisation
- Regelwerk in der zum Ergebniszeitpunkt geltenden Fassung
Ergebnis ist nicht Titel
Eine Platzierung, ein Best-of-Breed-Ergebnis, eine Anwartschaft und ein homologierter Titel sind verschiedene Dinge. Anforderungen können sich zwischen Ländern und im Lauf der Zeit ändern. Jede Zusammenfassung sollte deshalb Regelversion, Zeitraum und fehlende Unterlagen nennen.
Grenzen der Aussage
Ein Ausstellungsergebnis bewertet bestimmte Merkmale an einem bestimmten Tag. Es ist kein Gesundheitszeugnis, kein vollständiger Wesenstest und kein Beleg für Zuchtwert. Werbung, Social-Media-Posts und Bildausschnitte sollten gegen Originaldokumente geprüft werden.
Wer die Zucht- und Gesundheitsunterlagen eines Deckrüden prüft, stößt früher oder später auf Abkürzungen wie OFA oder CERF und auf Zahlenreihen, die den Augenbefund eines Hundes beschreiben. Diese Codes sind kein Beiwerk, sondern der dokumentierte Teil einer Untersuchung, die in festen Intervallen wiederholt wird. Was dabei erfasst wird, welche Erkrankungen in den Registern geführt werden und in welchem Abstand eine Nachuntersuchung ansteht, lässt sich nicht aus dem Stammbaum allein ableiten. Der eigene Artikel zu den Augenregister und Befundcodes erläutert, wie Augenbefunde bei Zuchthunden dokumentiert werden. Der Befund ersetzt keine Zuchttauglichkeitsprüfung, ergänzt sie aber um eine nachprüfbare Angabe.